Druckverfahren für Werbetassen

 

Allgemeines zum Bedrucken von Werbetassen

Werbetassen bedrucken

 

Das Bedrucken von Werbetassen geschieht heutzutage in der Regel mit einem der vier

folgenden Verfahren:

 - Keramischer Siebdruck mit Schiebebildern
 - Keramischer Digitaldruck
 - Keramischer Siebdruck im Direktdruck
 - Sublimationsdruck (eher zu vernachlässigen)

 

Der keramische Siebdruck mit Schiebebildern

 

Die keramischen Farben werden mit einer Gummirakel durch die vorher belichteten Drucksiebe (je Farbe ein Sieb) gedrückt. Der anschließende Druck erfolgt dann auf einen DIN A 1 Transferpapierbogen, der abhängig vom Motiv mit bis zu 20 Schiebebildern bedruckt wird.

Mit Wasser befeuchtet, wird das nasse Schiebebild von Hand auf die Tasse aufgebracht und ausgerichtet. Die zwischen Schiebebild und Tasse verbleibende Feuchtigkeit wird durch Abziehen mit einer Gummirakel entfernt.

Die keramischen Farbpigmente verändern beim anschließenden Einbrennen (850°C) ihre Optik, und verschmelzen mit der Glasur. Das Verschmelzen des Farbkörpers mit der Glasur (Aufglasur) stellt bei der Anfertigung von Werbetassen die höchste Qualitätsstufe dar und wird deshalb auch am häufigsten praktiziert.

 

Flächendruck im keramischen Siebdruck

Um Logos, Schriften und andere einfarbige Bereiche zu drucken, arbeitet man mit offenen Siebmaschen, die die Farbe vollständig an den belichteten Stellen hindurch.

Pro Farbe wird ein Sieb benötigt; bei einem mehrfarbigen Motiv wird jede Farbe einzeln (nacheinander) gedruckt.

 

Rasterdruck im keramischen Siebdruck 

Um Farbverläufe realistisch darzustellen, wird die Anzahl der farbigen Punkte mit zunehmendem Farbverlauf stetig verringert. Im keramischen Siebdruck besitzt ein Bildpunkt nur den Zustand ‚Farbe‘ oder ‚keine Farbe‘. Die aus dem bekannte Rasterung (z.B. 80% schwarz) ist bei keramischen Farben nicht möglich.

 

Fotodruck im keramischen Siebdruck

Mit den vier bekannten Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb, und Schwarz (vier Siebe) werden fotorealistische Motive gedruckt. Besonderheit im fotorealistischen Druck ist, dass Farbflächen NICHT mit den oben genannten Grundfarben gedruckt werden können. Alle vollfarbigen Flächen müssen mit Zusatzfarben gedruckt werden.

 

Der keramische Digitaldruck

Motiv ausdrucken, auf die Tasse spannen, einbrennen und fertig! Klingt simpel? Ist es auch! Nach einer längeren Entwicklungsphase ist es uns gelungen, keramische Farben digital zu drucken. Motive, die früher im keramischen Siebdruck nicht zu realisieren waren, lassen sich jetzt einfach ausdrucken und mit 850°C auf die Tasse brennen. Und das bringt Ihnen die neue Technik:

 - Lieferzeiten schon ab 1 Woche
 - Produktion geringer Stückzahlen
 - Druck von Spiegelungen
 - Druck transparenter Flächen
 - Einfache Personalisierung

 

Der Direktdruck

Im Direktdruck wird die Tasse maschinell auf einem oder mehreren Sieb(en) nacheinander abgerollt. Die erwärmte Farbe wird durch das Sieb gedrückt und erkaltet auf dem Werbebecher. Der etwas günstigere Preis und die kurze Lieferzeit rechtfertigen nicht immer die Nachteile dieses Druckverfahrens: Unregelmäßigkeiten auf der Tassenoberfläche und der verfahrensbedingte Einsatz von groben Sieben führen zu einer ungenauen Passgenauigkeit. Weitere Einschränkungen bei Farbe, Detailschärfe, Rastermöglichkeit und Druckbereich müssen sie leider hinnehmen.

 

Der Sublimationsdruck

Dieses Druckverfahren ist aus Qualitätsgründen für Werbezwecke ungeeignet. Aus informationsgründen gehen wir kurz darauf ein.

Ein handelsüblicher Tintenstrahldrucker druckt die Sublimationstinte auf eine Transferfolie. Diese wird dann auf eine Tasse gespannt und mit einer sich erhitzenden Metallmanschette (Transferpresse) umgeben. Bei einer Temperatur von ca. 200 ° C dampft die Tinte auf die Tassenoberfläche ein. Alternativ lässt sich das Motiv auch in Haushaltsüblichen Backöfen „einbrennen“. Die Qualität und die Haltbarkeit des Druckes entsprechen der recht simplen Produktionsweise.

Dieses Verfahren ist für den Privatbereich sicher eine nette Idee – nicht jedoch für Werbeträger, die in größerer Stückzahl eine Botschaft transportieren sollen.