Besonderheiten beim Drucken mit keramischer Farben

 

Allgemeines über das Drucken mit keramische Farben

 

Keramische Farben sind beim Drucken schwer im Zaum zu halten. Anders als die „zahmen“ Farbpigmente des Offsetdruckes verbinden sich die keramischen Farbkörper beim Schmelzen auf der Glasur und bilden gemeinsam neue Farbtöne. Unsere erfahrenen Siebdrucker verfügen über die Erfahrung, diese Entwicklung vorherzubestimmen und demnach die Farben zu mischen. Die Bezeichnung von Farben erfolgt im keramischen Druck in der Regel in Pantone oder HKS. Eine Farbvorgabe ist im keramischen Druck immer als Näherung zu verstehen. Je mehr Fachwissen und Erfahrung der keramische Siebdrucker hat, desto eher entspricht das Ergebnis den Vorgaben. Dies ist auch der Grund, warum eine Farbgewährleistung erst nach einem Probebrand erfolgt (Andruckmuster).

 

Sonderfall Magenta. Originalgrafik mit kräftiger Farbe.

Sonderfall Magenta

Nicht alle Farben der Pantone / HKS Palette sind im keramischen Druck herstellbar. So lässtsich Magenta schwer realisieren. Das Ergebnis ist eher als ‚grobe‘ Näherung zu verstehen.

 

 

Gold‐ und Silberfarbe 

Der gewünschte metallische Glanz in Gold oder Silber ist realisierbar, jedoch ungeeignet für die Spülmaschine und zudem sehr teuer. Der Preis beträgt pro Quadratzentimeter Druckfläche zwischen € 12,50 und €  15,00.

Das auf Porzellan gedruckte Motiv hat an Kraft- und Farbintensität verloren. Das

Der hohe Preis rechtfertigt sich dadurch, dass sich 

tatsächlich Gold (bei Silber Platin) in der Farbe befindet. Die entsprechenden Ersatzfarben sind Pantone 874 für Gold und Pantone 8100 für Silber. Beide Ersatzfarben enthalten im keramischen Druck keine metallischen Bestandteile. Die beiden Ersatzfarben schmelzen (im Gegensatz zu den metallischen Farben) auf die Glasur auf (Aufglasur).